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Nachlese vom

  1. Winter Freibergertag im Reitsportzentrum Elgg, 12. Januar 2003

Wir ernteten gleich zu Beginn der Ausschreibung viel Lob und spontane Glückwünsche über unser Ansinnen, einen Winter Freibergertag auszutragen.

Da wir unser Budget nicht gross belasten und im kleinen Rahmen erst einmal sehen wollten, wie die ganze Sache anläuft, haben wir bewusst nur wenig und kurz inseriert und unsere Homepage überarbeitet. Das Echo darauf war umwerfend und die Fragenbeantwortung manchmal nicht ganz einfach.

"Ist Turnierkleidung erwünscht?" wurde mit dem gutgemeinten Tipp - wollen Sie wirklich frieren? – gerne negiert.

"Was verstehen Sie unter reiterlichem Können?" – Warum nur drängt sich mir der Gedanke auf, dass solch Fragende keine Ahnung vom Reiter-Brevet haben? "Wünschen Sie Bargeld oder Naturalien als Sponsorbeitrag?" liess bei uns die Hoffnung aufkommen, für alle achzig Teilnehmer einen Preis abzugeben.

Eine andere Stimme möchte ich speziell anfügen, um aufzuzeigen, wie ernsthaft einige ReiterInnen die Vorbereitungen betrieben. "Ich habe extra 3 Hallenstunden zur Angewöhnung gebucht. Beim dritten Mal konnte ich mein Pferd nicht mal mit Führen überzeugen, in die Halle einzutreten! Tja, also muss ich leider absagen." Es ist zu hoffen, dass ihr Name als Aufwärtstrend nächstes Jahr im Programm erscheint.

Grinsend meldete eine Teilnehmerin, dass der Reitsport-Laden am Samstag vor dem Winter Freibergertag rege frequentiert wurde. Warme Kleidung und Schuhe wären beliebteste Artikel im Ausverkauf gewesen!

Im Vorfeld wurde fleissig an den Spielen variert, damit man allen Reitern (Anfängern und Versierten) gerecht werden konnte. Ein Richtergremium musste reitende Funktionäre im gewählten Parcours prüfen, damit alle korrekt gewertet wurden.

Diese Fünf (Uschi, Angi, Susanne, Max und Ewald) trugen denn auch eine Riesenverantwortung an diesem Sonntag; Esther und Bruno vom OK - die alle Prüfungsspiele ausgearbeitet hatten - halfen ihnen gerne mit ihrer Präsenz, diese zu tragen, und hatten überall ein wachsames Auge und Zeit für Erklärungen.

Die kurze Vorbereitungszeit für die Ausschreibung und die komplette administrative Organisation wurde trotz der Feiertage von Urs ohne Stress bewältigt..... vielleicht gerade deswegen? Auch die Suche nach genügend und auch den richtig qualifizierten Helfern gestaltete sich mit ihrem dann tatsächlich geleisteten Top-Einsatz höchst erfreulich. Ich möchte sie hier namentlich erwähnen, denn ohne ihren tatkräftigen, kältebeständigen, selbstlosen, fröhlichen Einsatz mit Eigeninitiative hätten wir gar nicht erst anfangen müssen:

Unser Speaker Christoph war schon etwas traurig, weil er seine trickreiche Anlage nicht anschliessen konnte und uns allen deshalb so mancher treffende Gag per Musikuntermalung entging.....

Hubi und Rosle achteten abwechslungsweise auf Ordnung in der Anreithalle (was manchmal schwierig war beim wirren Durcheinander vor dem Übungssprung) und schickten die Teilnehmer rechtzeitig zum Start.

Elsbeth und Mona orderten Paare vom Anreitplatz und meldeten nach anfänglichen Funkschwierigkeiten der Jury die Teilnehmer, da wir auf Startnummern verzichteten. Elsbeth lächelte charmant über die Zusatzaufgabe als Garderobière. Dankbar waren wir auch über die Spontanhilfe einer Reiterin am Tor.

Ohne Toni hätten die Chauffeure der Transporter nie so diszipliniert auf der gefrorenen Wiese geparkt, dass jederman auch jederzeit wieder wegfahren konnte. Stephan hatte im wahrsten Sinn des Wortes ein "Scheiss-Job". Er ging, leider ohne Unterstützung vom eingeteilten Andy, unermüdlich bis zum Schluss auf alle Äusserungen der Pferde ein, bevor sie an der Unterlage festfrieren konnten. Chapeau!

Die helfenden Hände von Susanna, Corinne, Krystyna, Köbi und Peter im Parcours waren stets präsent; waren sie doch froh über jede Handreichung, die Bewegung und damit Wärme versprach!

Sepp konnte man am Morgen überall einsetzen, wo es nötig war, z.B. eine Teilnehmergruppe unterwegs suchen.... mittags war er dann aber in seinem Element und gab grosszügig das Essen aus.

Thomas hatte sich spontan zum Sanitätsdienst bereit erklärt und weitete kurz entssetzt seine Augen, als sich Reiter samt Pferd am Boden kugelten, denn seine Prioritäten sah er klar beim Menschen ! Ein Abschütteln des Hallensandes reichte aber bei beiden als 1. Hilfe.

Eine grosse unbekannte Komponente stellte für uns das Restaurant dar. Mägi und Maria leiteten den Betrieb mit temporärer Unterstützung von Tanja kompetent, sicher und souverän - auch bei Grossandrang - und bescherten uns am Abend eine reich gefüllte Kasse! Sensationell!

Es wurde bemerkt, dass alle Funktionäre grell beschildert und einheitlich mit rotem Schal versehen waren; für Fragende und Suchende ein sicherer Vorteil, gezielte, korrekte, und schnelle Antwort zu erhalten.

Folgende Begebenheiten finde ich erwähnenswert:

bulleteine Teilnehmerin kämpfte sich trotz Sturz eisern durch
bulletein Pferd fand unablässiges Interesse an einem Begrenzungsbäumchen, während die Reiterin sich mit einem Tor abmühte
bulletEin Parcour-Ritt nach italienischen Modo: avanti, presto, immer vürschi
bulletDie heissen Tipps und Tricks in der Geschicklichkeit, die Susanne Wagner jedem ihrer Gruppe im Vorraum an der Wärme angedeihen liess .....
bulletWeder Christoph noch Patrick wollten als Gaudi die Hindernisse absolvieren. Lakonisch hiess es: besorgt euch doch ein eigenes Show-Programm !
bulletAls Walti auf seinen Start wartete, schaltete Christoph den Song "mein Gott, Walter" auf da capo, bis auch wirklich jeder einen Blick in die Halle riskierte, in der Meinung eines technischen Defekts. So bekam glücklicherweise das gesamte Publikum den gemeinsamen Purzler von Pferd und Reiter in den Hallensand mit. Das treffende Lied wurde aber doch klar von dem Ausspruch der eigenen Tochter übertroffen: Papi links, Fleuri rechts, Papi schwerer, Fleuri bum
bulletTrotzdem bedankte sich Walti tagsdrauf per E-Mail mit der Mitteilung: "Heute ist der schönste Tag in diesem Jahr, denn heute können wir uns am längsten auf den nächsten Winter Freibergertag freuen !" Das nenne ich Begeisterung total!

Positiv aufgefallen war

bulletdie beruhigende, aufmunternde Begleitung aller Richter und
bulletdie im Anschluss an die Prüfung sofort durchgeführte Besprechung des Parcours. So konnten Unklarheiten in der Bewertung unmittelbar beseitigt werden. Auch die
bulletAbgabe der Pferdeschleife gehörte klar (wie der Name ja sagt) an diesen Zeitpunkt, da die Rangverkündung unberitten im Restaurant stattfand.
bulletJedem Teilnehmer ein Preis ! Das sollte auch weiterhin unsere Devise bleiben, Sponsoren-sei-Dank!
bulletGeschmunzelt wurde auch über die Abgabe der Spezialpreise (wärmende Schals in der Plakettenfarbe) als Belohnung für sechs sprachlose Reiter: Erstanmeldungen per Post und Internet, erste Einzahlung auf das Konto oder speziell bemalte Kuverts. Dies natürlich für jeden als Motivation für 2004 gedacht.
bulletDie vielseitigen Prüfungshindernisse, die viel Geschick erforderten
bulletDie Top-Action für die Zuschauer, denn überall in der Halle gab es jederzeit etwas zu sehen
bulletDie zündende Werbeumfrage für Anlass Nummer zwei im nächsten Winter

 

Kritik erntete

bulletdie Tatsache, dass sich der Reitweg zwischen den Hindernissen manchmal kreuzte.... dies behindere die Konzentration. Stimmt! In der optimalen Einteilung der Halle ist uns dies untergegangen. Auch die Tatsache, dass sich ja mehrere Kandidaten gleichzeitig im Parcours befanden. Wir werden Nächstesmal eine bessere Einteilung versuchen. Versprochen!

- brrrrrr, die Kälte .... aber dagegen gab es ja heisse Getränke und Wärme oben im

Restaurant

bulletEin überlaufendes Pissoir.....
bulletDie Warteschlange zur Mittagszeit im Restaurant. Abhilfe gewähren Nächstesmal eine zweite Kasse, mehr Münz und die frühere Bereitstellung des Essens.
bulletDas relativ hohe Niveau bei den Spielen. Auch dies geben wir zu; diente es doch in drei Stufen zur Standortbestimmung bei der Freiberger-Ausbildung. Wir werden aber nie unter die Brevet-Ansprüche gehen.
bulletDie knappe Abgabe von Plaketten im ersten Feld. Hier wurden wir klar von den vielen Anmeldungen in dieser Stufe überrascht.

Unser nochmaliger, herzlicher Dank gehört allen Gönnern, Sponsoren und Lieferanten für ihren Beitrag, der Familie Weier für die grosszügige Bereitstellung des Reitsportzentrums und speziell Patrick für die nicht selbstverständliche Ganztagespräsenz, Fritz Heinze für den aufbauenden Bericht und die sensationellen Fotos, selbstverständlich allen Teilnehmern und Helfern für ihren Einsatz und allen interessierten Besuchern, ohne die ein solch familiär-fröhlicher-spassiger Anlass gar nicht hätte stattfinden können.

Wir glauben, mit diesem Anlass eine solide Basis geschaffen zu haben und hoffen im Namen aller Freiberger-Freunde auf eine Fortsetzung; allein schon, um nächstes Jahr die Fortschritte in der Ausbildung feststellen zu können !

Profitiert also weiter von solchen Veranstaltungen und besucht hie und da unsere Homepage www.freibergertag.ch , wo alles Wissenswerte über Freibergertage in der Region Winterthur veröffentlicht wird.

Herzlichst Erika Grüebler

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