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Nach der begeistert bestätigten Umfrage "zündende Idee" am ersten WINTER Freibergertag 2003, liessen die vielen Ideen der Organisatoren auch gar keine Frage zu, ob tatsächlich eine zweite Auflage des WINTER-Freibergertages zur Verwirklichung kommen würde.

Als Erstes wurde ein "Zugpferd" in Form eines neuen Logo’s in Angriff genommen. Esther Helbling skizzierte einige Ideen des OK dazu und kreierte daraus ein meisterliches Aushängeschild unseres Anlasses. Von jetzt an ziert ein reitender Schneemann auf einem Freiberger Briefpapier und Plaketten. Diese wirklich gelungene Wahl bestätigt das Talent der Zeichnerin. Herzliche Gratulation zu der gelungenen Präsentation in der grossen Halle bei der Verleihung des goldenen Bleistiftes.

Ohne grossen Werbeaufwand gewannen wir einen Drittel mehr Anmeldungen – unbürokratisch die letzte am Austragungstag selber wegen einer Absage -, was die Wichtigkeit dieses Anlasses im winterlichen Freizeitbereich bestätigte. Gerne und grosszügig stellte uns die Familie Paul Weier erneut das Reitsportzentrum mit der ganzen Infrastruktur einen weiteren Sonntag zur Verfügung, was auch für sie mit einer grossen Präsenzzeit verbunden war. Die rege Anteilnahme unserer drei Gastgeber war für uns wirklich ermunternd.

Als Nächstes überarbeiteten wir das Angebot im Restaurant. Suppe, Würste und Fleischkäse wurden ergänzt mit Pizza’s und Käsewähen, die nicht nur von Vegetariern gegessen wurden. Alle Spezialitäten war bis nachmittags schon ausverkauft! Für Glühwein war es wohl zu wenig kalt, aber für Cüpli’s und Fribi-Kafi wurde gerne angestanden. Hier wurde ein Giga-Umsatz verbucht!

Dank einem Sponsoren-Segen konnten wir in jeder Kategorie die Plakettenabgabe erhöhen und auch ansprechende Preise vergeben. Zu unserer Überraschung waren viele dieser Geldgeber persönlich anwesend, um einen Augenschein zu nehmen. Die Siegerehrung selber werden wir aber überarbeiten müssen, damit auch Jury-Funktionäre Zeit zum Mittagessen haben und nicht sofort zur nächsten Prüfung rennen müssen....

Unter den kritischen Augen der Hallenkatze, konnten beim Aufstellen am Samstag noch einige taktische Fehler in der Parcours-Linienführung behoben werden. Die 6 köpfige Jury konnte dort bei Probedurchläufen immer wieder bewerten, bis alle Richter jeweils gleiche Punktzahlen vergaben.

Der Tag selber präsentierte sich am Morgen mit einem herrlichen Morgenrot; gegen Nachmittag liess leider Tief "Fränzi" ihre nassen Auswüchse heftig auf die Heimreitenden platschen.

Einige Gedanken zu den zehn Parcours-Aufgaben:

Beim Drehteller musste man schon den richtigen "Dreh" raus haben um erfolgreich zu sein. "Wohin du auch gehst, ich begleite dich" war wohl der Leitsatz zweier Freiberger, die ihren Reitern auf die Plattform folgen wollten. Ein anderer knabberte genüsslich an der Strohballe, als ob am Morgen im Stall zu grosse Hektik herrschte und keine Zeit für Hafer blieb....

Viele Aufgaben gleichzeitig? Vielseitigkeit war angesagt bei Nummer 2. Ruhig am Pendel stehen, genug Schubkraft für den Ball, in der gewählten Gangart bleiben, gute optische Abschätzung, sich nicht "tüpfen" lassen und hei, alles zusammen! Naja, Glück gehört dazu.

Schon das Herantreten an die hängende Giesskanne gab Probleme. Hatte man das mit Gutzureden geschafft, platschten sicher zuviele Glaskugeln heraus oder nicht ins Becken. Das Gemeine war, alles gab Abzug, nur 3 im Becken waren korrekt!

Die Talente unserer Ritter-Vorfahren verkümmern total. Was jene als Zielübungen mit der Lanze locker im Galopp schafften, müssten wir wohl wieder vermehrt üben; im Trab waren die ReiterInnen viel erfolgreicher.

Welche "Schuh"grösse trägt mein Pferd? Jaja, hufauskratzen gehört zur Pflege. Und wenn man es auch genau wusste, spielte manchmal das sonderbare Eigenleben des Magnetes einen Streich. Oh, diese verflixten Alleingänge Richtung Steigbügel!

Das Rad des Glücks verhalf jenen zu Punkten, die glücklich drehten. Wie der Name sagt: ein Glücksrad!

Überfordert waren die Teilnehmer ganz klar bei der Galopp-Strecke. Damit die Pferde mit dem richtigen Fuss voraus starten konnten, nahmen die Paare zuwenig Anlauf, um noch korrigieren zu können. Fand nicht Kreuzgalopp sondern der Richtige auf dem rechten Fuss statt, konnten Reiter nicht verstehen, dass der Punkt nicht gegeben werden konnte, weil sie die Übung nicht genau innerhalb der Markierung von ... bis durchführten. Es zählten eben alle Details.

Einige Freiberger gingen den mit Ballonen gefüllten Wagen cool und gelassen an, andere aber scheuten davor zurück. Nicht nur die Pferde sind da verschieden, auch die Handhabung der Reiter.

Beim Durchgang durch das Labyrinth wurde von den Fribi’s Nervenstärke und Vertrauen zum Reiter gewünscht. Tja, und wenn’s vorwärts nicht geht, dann vielleicht rückwärts...?

Sympathisch war die Besprechung des Parcours mit dem Richter beim abschliessenden Haferschnausen. Da konnten sofort alle Fragen und Probleme besprochen werden. Natürlich gab es einigen Frust, sogar Tränen, aber die Juroren versuchten mit aufbauenden Gesprächen den Kloss im Hals zu lösen. Und gerade weil sich alle Zeit dafür nahmen, ist es wirklich unverständlich, dass einige böse Worte fielen, Sachverstand angezweifelt und belegte Punktezahlen als Rechenfehler verschrien wurden. Ganz klar, Nervosität machte allen zu schaffen und gut, dass es nachher in der Ruhe doch anerkannt wurde. Schade, wenn man solche Hitzköpfe nicht mehr an diesen familiären Anlass einladen möchte.....

WINTER-Freibergertag als Talentschuppen? Aber ja, drei unserer Jüngsten mit ihren Begleitern bewiesen in der Führzügelklasse wirklich Talent und Spass. Die anderen müssen noch etwas üben – aber Red Bull verleiht den Führern bis zum Nächstenmal sicher Flügel!

Sensationell war die unverhoffte Showeinlage der letztjährigen Siegerin mit ihrem Spezialteam. Unvergessen werden diese spassigen Bull-Riding-Bilder in unserem Kopf oder Fotoalbum bleiben. Die Mädchen kriegten den Applaus, Sybille ihren Lieblingssnack – getrocknete Brötchen.

Begeisternd für uns alle war, dass wir keine ernsthaften Stürze erlebten. Erwähnen möchte ich ein Girl, das den Jokersprung unverhofft sprang, weil dieser im Weg stand, als ihr Pferd zum Hafer wollte. Wir konnten verdiente Sieger, Klassierte und einen Geburtstag feiern, und unser Anlass kann definitiv nicht mehr als regional betitelt werden, was die Anfahrtschwierigkeiten bewiesen. Also wird der Lageplan überarbeitet.

Einen Riesen-Mega-Total-Einsatz lieferten ganztags alle eingesetzten Funktionäre, vom Speaker und Rechnungs-Büro, über Restaurant, Jury, Parkplatz, Melder, Bollenjäger bis zum unermüdlich WC-Putzenden. Arbeitslos hingegen war der Sanitäter, und traurig war eigentlich nur Martin, weil er anderweitig eifrig mit Abräumen beschäftigt war, als alle Ballone zum Zerplatzen gebracht wurden!!

Wir sind überzeugt, dass auch eine diesjährige Umfrage dem WINTER Freibergertag Elgg diesen klaren Titel geben würde: Winterspass pur !

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